31. März bis 14. Mai 2023

im Kunstmuseum Bonn

Die Künstler:innen: Antonia Baehr, Jule Flierl & Isabell Spengler; Shobun Baile; Stephanie Barber; Concha Barquero & Alejandro Alvarado; Maija Blåfield; Eliane Esther Bots; Elkin Calderón Guevara & Diego Piñeros García; Felipe Castelblanco & Lydia Zimmermann; Kent Chan; Federico Cuatlacuatl Teles; Douwe Dijkstra; Will Fredo; Dor Guez; Carlos Irijalba; Ji Su Kang-Gatto; Timoteus Anggawan Kusno; Layton Lachman; Stéphanie Lagarde; Alaa Mansour; Pol Merchan; Julian Quentin; Rrangwane Sade Shoalane Rabasha; Alisi Telengut; Mona Vatamanu & Florin Tudor; Poyen Wang; Andrew Norman Wilson; Yan Wai Yin.

Die VIDEONALE findet in ihrer 19. Ausgabe mit einer Ausstellung von 27 Videokunstwerken im Kunstmuseum Bonn und einem vielfältigen Programm inmitten der Ausstellung und an Satelliten im Stadtgebiet Bonn statt.


Eröffnung: Donnerstag, 30. März 2023, 19 Uhr



Mit jedem der 27 Werke öffnet sich ein neues Fenster auf das vielseitige Spektrum zeitgenössischer Produktionen aus dem Bereich Videokunst und Bewegtbild. Die Themen sind so vielfältig wie aktuell und spiegeln die gegenwärtige Weltlage ebenso wie sie den Blick auf die privaten und wenig beleuchteten Nischen des kollektiven Bewusstseins lenken:


Gemeinsam mit den Künstler:innen schauen wir auf das Machtgefälle zwischen globalem Norden und globalem Süden und betrachten die Auswirkungen dieser Dysbalance für Natur und Menschen aus unterschiedlichen – oftmals indigenen – Perspektiven. Über die Bühnen performativer Inszenierungen tauchen wir ein in die Welten queerer Körpervorstellungen, die uns nicht nur vom schwierigen Weg der Identitätsfindung in einer heteronormativ geprägten Umgebung berichten, sondern im selben Atemzug auch von der Suche nach neuen eigenen Formen von Gemeinschaft erzählen. Wir schalten uns ein in den Stream der Selfie-Formate und hören zu bei autobiografischen Erzählungen zu Erfahrungen von Diskriminierung und Alltagsrassismus. Wir erleben, welche Wege sich Kunst und Kultur durch die rissigen Mauern der Zensur bahnen und wie sich der Kampf um Meinungsfreiheit mit Penetranz und Permanenz in den öffentlichen Stadtraum einschreibt – für alle immer und jederzeit präsent. Wenn wir dann im Aufzug irgendwo zwischen einer Mine 120 Meter unter der Erde und dem 32. Stock eines Immobilieninvests pendeln, sind wir angekommen in einer Realität, die in all ihrer Fragilität hier und heute neu betrachtet werden will.


In über 10h Videomaterial und unterschiedlichsten ästhetischen Annäherungen, die von Performances über Stop-Motion- und digitale Animation, experimentellen Kurzfilmen und Dokumentationen bis hin zu Installationen im Raum reichen, nähern wir uns diesen Themen an und sind dazu im Rahmen unseres Programms mit den Künstler:innen und unserem Publikum im Gespräch.

Che-Yu Hsu, 副本人(Single Copy), 2019, Preisträger VIDEONALE.18

VIDEONALE PREIS VON FLUENTUM

Wir freuen uns, mit Fluentum aus Berlin einen langjährigen Partner an der Seite zu haben, der sich wie wir für die zeitgenössische Kunst im Bereich Video und Film begeistert und Künstler:innen durch Ausstellungen, Ko-Produktionen sowie durch Ankäufe für die eigene Sammlung unterstützt.

Zur Eröffnung der VIDEONALE.19 wird unter allen ausgewählten Arbeiten zum inzwischen vierten Mal der mit 5.000 Euro dotierte Videonale Preis von Fluentum durch eine unabhängige Preisjury vergeben.

Informationen zu den Gewinner:innen der vergangenen Jahre gibt es hier: VIDEONALE PREIS VON FLUENTUM